TSV Peißenberg – EHC München Kleinschüler 3:1 (1:0; 1:1; 1:0)
TSV Peißenberg – EHC München Kleinschüler 3:1 (1:0; 1:1; 1:0)

Zur vierten und damit auch letzten Begegnung gegen Peißenberg in dieser Saison trafen sich die Kleinschüler des EHCs mit den Altersgenossen aus dem Pfaffenwinkel in der rustikalen Peißenberger Eishalle (Betonung auf Halle, bei uns zuhause im Weststadion ist es auch rustikal, aber von Halle weit und breit keine Spur).

Ob der Begriff „Altersgenossen“ richtig gewählt ist, sei einmal dahin gestellt, da für den EHC zu diesem Spiel auch einige jüngere Kleinschüler der weißen Kleinstschüler-Mannschaft aufliefen. An dieser Stelle auch Gratulation an die Jungs von den Kleinstschülern, für einige war es sogar das erste Spiel auf dem großen Feld und mit fliegendem Wechsel. Ungewöhnlich war auch die Reihenzusammenstellung für die Begegnung, manch einer fand sich neben einem neuen Sturmpartner oder auf einer ungewohnten Position wieder.

Obwohl urlaubsbedingt einige Spieler ordentlich zur Halle hetzen mussten, fing das Match sehr entspannt mit 45 Minuten Verspätung an, da der Schiedsrichter (leider kam nur einer) noch nicht vor Ort war. Die Gastgeber sind offensichtlich mit der langen Wartezeit besser zurecht gekommen als der Gast aus München und begannen druckvoller und mit ersten Chancen. Folgerichtig fiel auch die Führung für Peißenberg nach 5 Minuten - etwas unglücklich - durch einen abgefälschten Schuss. In der Folgezeit konnten die EHC Jungs und Mädels besser dagegen halten, wobei der TSV feldüberlegen war und so verdient mit 1:0 in die erste Drittelpause ging.

Das zweite Drittel war eine Kopie der ersten 18 Minuten, beide Mannschaften mit Engagement und dem Versuch die Begegnung zu ihren Gunsten zu wenden. Dabei sahen die zahlreichen mitgereisten Münchner Zuschauer/Eltern weiterhin eine routiniertere Mannschaft aus Peißenberg, die es einfach immer wieder schaffte, auf das Münchner Tor zu fahren oder zu schießen, so dass der EHC-Goalie nicht über zu wenig Arbeit klagen konnte. In der 22. Minute aber konnte Dominik Karges, der heute als Verteidiger glänzte, einen dieser Angriffe abfangen und alleine auf den gegnerischen Torhüter zulaufen. Ruhig versenkte er den Puck zum umjubelten Ausgleich in die Maschen. Die Reaktion waren motivierte Angriffe der Peißenberger, einige gefährliche Gelegenheiten konnten aber nicht genutzt werden oder die Scheibe wurde Beute des Münchner Keepers. Peißenberg versuchte es weiter mit schnellen und druckvollen Angriffen, die beste Chance war ein Lattentreffer. Das nächste Tor sollte aber erst in Überzahl fallen, allerdings in Überzahl des EHCs, als am Ende einer Strafzeit ein Wechsel nicht gelang, dadurch ein starker TSV-Stürmer alleine vor dem Tor den Puck bekam und sich die Gelegenheit nicht entgehen lies.

Das dritte Drittel musste die Entscheidung bringen, kann der EHC noch aufholen oder sogar in Führung gehen oder markiert der Gastgeber das entscheidende dritte Tor? Die ersten Gelegenheiten ergaben sich für die Kleinschüler aus Peißenberg, ein Alleingang brachte nichts ein. Auch die Münchner hatten Chancen zum Ausgleich, insbesondere ein gefährlicher Querpass auf den langen Pfosten, den der Stürmer leider nicht verwerten konnte. Wie auch Drittel eins und zwei spielte Peißenberg an diesem Nachmittag aber einfach mit mehr Druck und war dem Tor näher als der EHC und so fiel auch folgerichtig aus einer der Torgelegenheiten der entscheidende dritte Treffer für die Mannschaft des Gastgebers. Ein weiterer Alleingang brachte noch die Chance, das Ergebnis  für den TSV zu erhöhen, der EHC-Goalie blieb in diesem Duell Sieger. Eine Strafzeit für München (die diese Wertung in einem sehr fairen Spiel zum 1:1 ausglich) blieb auch ohne zählbare Folgen. Der EHC steckte nicht auf, versuchte noch das Unmögliche möglich zu machen und hätte fast auch noch mit einem Fast Break den Anschlusstreffer erzielt. Der EHC Coach nahm in der letzten Minute den Torwart vom Eis, das insgesamt gerechte 3:1 hatte aber Bestand.

Es bleibt ein Fazit nach vier Begegnungen zu ziehen: der EHC ist nahe an Peißenberg dran, die knappen Ergebnisse oder das Unentschieden zeigen dies, die letzten 10% fehlen noch und sind eine (lösbare) Aufgabe für die nächste Saison.

Mannschaft, Betreuer und Eltern freuen sich auf neue Spiele in und gegen Peißenberg im nächsten Winter.