Der EHC München gewann gestern sein Auswärtsspiel bei den Eislöwen aus Dresden verdient mit 10:2 (3:0; 4:1; 3:1).
Der EHC musste sich anfangs einigen Angriffen der ohne Stammgoalie Briggs angetretenen Eislöwen erwehren. Dies gelang aber vorbildlich, auch wenn man sich in den ersten Minuten nur mühsam aus dem eigenen Drittel befreien konnte. Nach zweieinhalb Minuten konnten die Mannen um Pat Cortina sich aber das erste Mal bemerkbar machen. Austin Wycisk traf aber nur den Pfosten. Dies schien aber eine Art Weckruf für den EHC gewesen zu sein. Fortan agierte der EHC zielstrebiger und konnte ein ums andere Mal gefährlich vors Dresdner Tor gelangen. In der 10. Spielminute war es dann soweit. Eislöwen-Goalie Keller parierte zwei Mal hervorragend, ehe Wrigley den dritten Nachschuss versenken konnte. Die Eislöwen danach weiterhin bemüht das Spielgeschehen offen zu halten. Doch nicht mal zwei Minuten später gelang dem EHC der nächste Nadelstich. Nach einem katastrophalen Fehler der Dresdner Verteidigung konnte Niklas Hede frei aufs Tor zulaufen und von halbrechts scheinbar mühelos einnetzen (s. Bild). Damit zog man den Angriffsbemühungen der Eislöwen den Zahn. Der EHC konnte sein gewohnt sicheres Passspiel aufziehen und setzte sich einige Male vorm und hinterm Tor der Eislöwen fest. Chancen wurden dabei fast im Minutentakt kreiert, aber auch anfangs fast schon fahrlässig ausgelassen. In der 19.Spielminute fiel schließlich doch noch der hochverdiente dritte Treffer. Mark Heatley tauchte frei vorm Eislöwen Tor auf und verlud Keller zum 3:0 Pausenstand.
Überraschend elanvoll kamen die Gastgeber aus der Kabine. Nach 23 Minuten und 8 Sekunden stand es plötzlich nur noch 3:1 aus EHC-Sicht. Patrick Jarrett verlud Hilpert und setzte dann den freistehenden Topscorer Sami Kaartinen gekonnt in Szene, der völlig freistehend verkürzen konnte. Die Freude darüber währte aber nur zwei Minuten, dann war der alte Drei-Tore-Abstand wieder hergestellt. Mark Heatley markierte aus kurzer Distanz seinen zweiten Treffer des Abends. Damit war der Wille der Eislöwen endgültig gebrochen. In 29. Spielminute erhöhte wiederum Niklas Hede auf 1:5. Auch danach vergab der EHC noch etliche klare Chancen. Erst in der 37. Minute war es dann wieder soweit. Neville Rautert wird perfekt frei gespielt und nutzt diese Gelegenheit eiskalt. Nur knapp zweieinhalb Minuten später steht plötzlich Kompon frei vor Keller und lässt dem schon fast bemitleidenswerten Goalie wiederum keine Chance. Mit dieser 7:1 Führung ging es dann schließlich in die Kabine.
Zum letzten Drittel tauschten die Eislöwen dann ihren Torhüter. Kristian durfte nun sein Glück versuchen. Lange hielt aber auch er seinen Kasten nicht dicht. Nach 42 Minuten wurde die erste Strafzeit im Spiel verhängt. Jann verbuchte diese Premiere für sich. Ganze 20 Sekunden dauerte es bis zum Tor. Auch dieses Mal war der EHC diesbzgl. zur Stelle. Gyori blockte einen Schuss, wobei er sich verletzte, Kompon und Wrigley fuhren das Break, welches Letzterer dann gekonnt zur 8:1 Führung abschloss. Aber auch die Eislöwen brachten sich in dieser Überzahl wieder ins Spielgeschehen ein. Mike Vannelli konnte zum 8:2 verkürzen. Die Schlusspunkte des überaus imponierenden Auswärtsspiels setzte aber der EHC. Innerhalb 20 Sekunden konnten Mike Kompon und Niklas Hede in der 57. Spielminute zwei Tore erzielen und so das Endergebnis auf 10:2 hochschrauben.